Max J. Kobbert:
Bernstein -Fenster in die Urzeit

 

Max J. Kobbert:
Bernstein - Fenster in die Urzeit

Ein hochwertiger Bildband zu Tieren und Pflanzen in Bernstein. 224 Seiten, hochwertiger Farbdruck.
Vergriffen
Leider war der Preis zu niedrig angesetzt gewesen (19,80 Euro), das Buch war sehr schnell ausverkauft (es hat uns selber überrascht, wie schnell das ging) und wir können es nicht mehr nachdrucken. Es ist das einzige Produkt unseres Verlages, dass vergriffen ist und nicht mehr nachgedruckt werden kann. Wenn ein anderer Verlag dieses schöne Buch nachdrucken möchte (Autor Max Kobbert hat sogar ein update vorliegen mit zusätzlichen sehr schönen Bildern), geben wir gerne die Rechte ab.

Buch "Bernstein - Fenster in die Urzeit"

 

  Isoptera (Bernstein, fossil)

[T374 - Isoptera]
Deutlich sind die Bewegungsspuren zu erkennen, die die Termite im zähen Harz hinterlassen hat.


Auchenorrhyncha (Bernstein, fossil)

[T398 - Auchenorrhyncha]
Selten erhalten sind Farbmuster wie auf den ausgebreiteten Flügeln
dieser Zikade.


Sternorrhyncha: Aphidina (Bernstein, fossil)

[T406 - Sternorryncha: Aphidina]
Eine äußerst seltene Blattlausart. Die Stacheln dienen ähnlich wie bei
einem Igel wohl zur Abwehr von Feinden.




In über 700 Farbfotos auf 224 Seiten erhält der Leser im wahrsten Sinn des Wortes einen Einblick in die Millionen Jahre alte Welt, in der der Bernstein entstand. Denn in keinem anderen Medium ist so altes Leben so perfekt erhalten wie in dem klaren Harz, das von den Bäumen der Bernsteinwälder stammt. Der Leser wird gleichsam vor ein Schaufenster geführt, in dem er Pflanzen und Tiere des Tertlär betrachten kann. Sie stammen aus einer Zeit, in der es noch keine Pferde, Elefanten oder Menschenaffen gab. Und vor allem - noch keine Menschen, die das emsige Leben damals hätten beobachten können.

In allgemeinverständlicher Weise führt das Buch in die Herkunft des Bernsteins und das Zustandekommen der Inklusen ein. Eine besondere Rolle spielt dabei der Baltische Bernstein, der vor allem im Gebiet des ehemaligen Ostpreussen gewonnen wird. Aber auch die Vielfalt anderer fossiler Harze aus aller Welt kommt zur Geltung.

Bei den eingeschlossenen Lebewesen handelt es sich vor allem um die Winzlinge des Tertiär; denn alles, was aus dem einbettenden Harz herausragte, zersetzte sich vollständig. So ist es vor allem die Insektenwelt, die überliefert ist und die große Ähnlichkeit zu ihren heutigen Vertretern aufweist. Der begleitende Text schlägt stets die Brücke zu der Umwelt von heute und macht auf zahlreiche, oft skurrile Eigenarten der Lebewesen aufmerksam, deren Vorfahren im Bernstein konserviert sind.

Der Leser sieht neben der sprichwörtlichen Mücke im Bernstein und anderen häufigen Inklusen wie Ameisen und Spinnen auch zahlreiche Raritäten: Eintagsfliegen, Libellen, Gottesanbeterinnen, filigrane Netzflügler und Gitterwanzen, Bienen und Stabheuschrecken. In manchen Steinen sind Lebensmomente wie in einem Standbild eingefroren: Ameisen, die verbissen miteinander kämpfen, Milben als Parasiten, eine Biene, die einen Nektartropfen auswürgt. Man sieht Flohkrebse, die abgestreifte Haut einer Eidechse, ein Schneckenhaus, Haare von Säugetieren. Federn urzeitlicher Vögel, die auch das Titelbild des Buches zieren.

Eine Besonderheit dieses Buches ist das Kapitel über Köcher von Schmetterlingsraupen. Das Kapitel "Baumeister der Urzeit" zeigt anhand von 45 Beispielen eine unglaubliche Vielfalt von Formen und Materialien, die es so noch nirgends zu sehen gab.

Die originalen Einschlüsse sind oft nur millimeterklein. Die Makrofotos zeigen in bis zu hundertfacher Vergrößerung die verborgene Pracht der kleinen Lebewesen. Unter Verwendung des Mehrschichtenverfahrens erreichen viele Abbildungen eine ungewöhnliche Tiefenschärfe. Ein besonderer Augenschmaus sind die zahlreichen Stereobilder. Ohne alle technischen Hilfsmittel kann sich der Betrachter einen räumlichen Eindruck verschaffen und sieht dann die Inklusen plastisch mitten im Stein schweben.

Im Schlussteil gibt der Verfasser wertvolle praktische Tipps für die Echtheitsprüfung und für die Konservierung von Bernstein. Insgesamt ein ungemein lohnendes Buch, reichhaltig und fesselnd, eine wahre Augenweide für einen erstaunlich günstigen Preis.  Das Bernsteinbuch ist leider ausverkauft, ein Poster ist bei Wissenladen.de erhältlich


Leseprobe 1 (pdf): Käfer (eine Seite)

Leseprobe 2 (pdf): Stereobild einer Gottesanbeterin

 

 

Stabheuschrecke (Bernstein, fossil) Stereobild

Beispiel Stereobild (Stabheuschrecke). Bei den Stabheuschrecken sind die Flügel rückgebildet
oder fehlen ganz. Sie haben eine langgestreckte
Körpergestalt und tarnen sich häufig als Zweig oder Blatt. Im Bernstein sind sie sehr selten.

 

19.80 Euro

Das Buch ist zur Zeit leider vergriffen.

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Heteroptera: Reduviidae (Bernstein, fossil)

[T419 - Heteroptera: Reduviidae]
Raubwanzen sind in Bernstein selten. Typisch sind die kräftigen Vorderbeine,
mit denen die Beute ergriffen wird.


 

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